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Donnerstag 27.05.04 Unsere Geier haben frische Äste bekommen und sind damit beschäftigt sie zu zerfleddern.
Nina unser Trampelchen stellt sich so blöd dabei an, dass sie von der Stange fällt; sie hat bestimmt versucht die Äste mit beiden Füße gleichzeitig zu greifen und hat so den Halt verloren. Sie schüttelt sich und klettert wieder hoch - nichts passiert.
Eine halbe Stunde später rumst es schon wieder in Ninas Käfig, diesmal hat sie sich bei ihrem Absturz wirklich weh getan. Sie ist wie ausgewechselt, der vor Minuten noch muntere Vogel sitzt wie ein Häufchen Elend auf der Stange, knurrt wenn man ihn streicheln will, beißt aber nicht zu - was normal wäre.
Besonders beunruhigend ist jedoch, dass Nina ihr Lieblingsessen, Mandeln, total verschmäht. An diesem Abend frisst sie nichts mehr.
Wir denken schon mit Schrecken daran am Freitag vor Pfingsten mit ihr zur Tierärztin nach Niederkrüchten zu fahren.
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Freitag 28.05.04 Für jeden Fremden würde Nina völlig normal aussehen, aber wir erkennen, das ist nicht die Nina, die wir kennen.
Bis Mittag müssen wir beide arbeiten und dann wollen wir entscheiden, was wir tun.
Mittags kann man erkennen, dass Nina zumindest in ihren Futtertöpfen gewühlt hat; wieviel sie gefressen hat ist schwer zu sagen. Sie wirkt nicht mehr ganz so lethargisch wie am Morgen. Die Reise nach Niederkrüchten verschieben wir erst einmal auf Morgen.
Endlich gegen Abend, nach einigen zögerlichen Versuchen schlägt Nina bei Kardisaat zu, der Bann scheint gebrochen zu sein. Auch neue Zweige aus dem Garten finden wieder Grade vor ihren Augen.
Wir sind total erleichtert dass unsere Horrorvisionen sich nicht erfüllt haben.
Leider kann man nicht wirklich sagen, dass Nina neue Federn bekommt, so dass solch ein Absturz immer wieder passieren kann. ->
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