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-> Der Arzt, der in dieser Nacht in der Klinik Notdienst hatte, war offensichtlich kein Papageienspezialist. Erst auf unsere ausdrückliche Bitte hin röntgte er (besser gesagt Georg) unsere Gina und stellte fest, dass ein riesiges Ei in ihrem Körper steckte. Er verabreichte ihr eine Injektion mit einem Wehenmittel und führte ein Gleitmittel in die Kloake ein.
Am nächsten Morgen hatte Gina noch immer ihr Ei nicht gelegt. Um 8.00 Uhr morgens nach zweistündiger Autofahrt wartete ich mit ihr vor der Praxis auf unsere Tierärztin.
Sie war sehr erstaunt, dass Gina ihr Ei noch nicht gelegt hatte. Unsere Tierärztin wollte Gina erst einmal beobachten und dann entscheiden, wie Gina zu behandeln wäre. Ich ließ Gina in der Praxis zurück und fuhr nach Hause. Gegen Nachmittag rief uns die Tierärztin an und sagte, dass sie das Ei unter Narkose herausmassiert habe. Das Ei hatte keine feste Schale und wäre deshalb niemals von alleine herausgekommen, Gina wäre gestorben. ->
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-> Wir sollten Gina unbedingt abholen, da sie in der Praxis nichts fraß. Als ich Gina dann abholte und ihr ein paar Körner hinhielt, fraß sie mir aus der Hand. Sie war zum Glück über den Berg. Ein viertel Jahr lang bekam Gina regelmäßig von uns Hormone, die die nächste Eiablage verzögern sollten.
Gina legte daraufhin in diesem Jahr regelmäßig alle sechs bis acht Wochen ein, meistens aber zwei Eier.
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Anfang 2002 Nina unsere Blaustirnamazone wurde von ihrem Gefährten Robin völlig kahl gerupft. Da sie keine Flugfedern mehr hatte, fiel sie manchmal bei ungeschickten Kletteraktionen aus 1,5 m Höhe auf den harten Fliesenboden. Wir entschieden in der Voliere einen Käfig aufzubauen und Gina dort hineinzusetzen, damit ihre Federn in Ruhe nachwachsen konnten. Bei einem Absturz würde sie auch nicht so tief und so hart fallen. Die abgebissenen Federkiele ließen wir ihr von unserer Tierärztin unter Narkose ziehen.
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